RESTLOS NACHHALTIG

RESTLOS NACHHALTIG

EIGENE UND SONSTIGE INITIATIVEN ZUR KREATIVEN RESTEVERWERTUNG.


Was nichts kostet, ist auch nichts wert. Diese alte Weisheit trifft leider auch auf unseren Umgang mit Lebensmitteln zu. Wir kaufen zu viel, das Falsche unüberlegt ein, greifen bei Aktionen gerne zu. Wir lassen uns verleiten und verführen. Und was zu viel ist, wird dann einfach weggeworfen, weil das Haltbarkeitsdatum überschritten ist oder das Gemüse nicht mehr ganz so frisch ausschaut. Das muss aber nicht sein: Es gibt ein paar Tricks, die helfen, sich selbst besser unter Kontrolle zu haben. Als erstes braucht es einen Einkaufszettel. Gekauft wird nur, was wirklich gebraucht wird, plus ein oder zwei Bonusprodukte. Man sollte übrigens nie hungrig einkaufen gehen, denn in dieser Verfassung landen sicherlich Lebensmittel im Einkaufswagen, die man mit normalem Blutzuckerspiegel nicht kaufen würde. Bei Aktionen, vor allem bei Frischeprodukten wie Obst, Gemüse, Fleisch, Milchprodukten sollte man sich genau überlegen, wie man die Produkte verkochen oder verwerten kann: es braucht einen Plan! Ordnung im Kühlschrank hilft, die Übersicht über die vorhandenen Lebensmittel zu behalten. Alles, was verbraucht werden muss, räumt man leicht greifbar nach vorne. Man kann auch für alle „bitte rasch verbrauchen“ Produkte ein eigenes Fach im Kühlschrank einrichten, damit hat man den Überblick. Zur Aufbewahrung von Resten nimmt man am besten Glasbehälter damit man sieht, was noch da ist. Resteküche lautet das Zauberwort. Aus Gemüseresten mit Reis oder Nudeln lässt sich eine köstliche Minestrone zubereiten oder mit Kartoffeln und eventuell noch Fleischresten wird ein Gröstl. Und aus trockenem Weißbrot macht man kleine Würfel und dann Knödel oder als süsse Variante einen Scheiterhaufen. Speziell bei Milchprodukten kann das Mindesthaltbarkeitsdatum auch überschritten werden. Nicht gleich wegwerfen, sondern aufmachen und riechen. Was verdorben ist, erkennt man sofort. Lediglich bei Schimmel raten Experten dazu, die Lebensmittel in jedem Fall wegzuwerfen.

Noch mehr Tipps für Essenretter gibt es unter: www.muttererde.at

„LEBENSMITTEL SIND KOSTBAR!“

Diese Initiative des BmLFUW arbeitet in enger Kooperation
mit der Wirtschaft, den Konsumenten, mit
Gemeinden und mit sozialen Einrichtungen für eine
nachhaltige Vermeidung und Verringerung von Lebensmittelabfällen.
Mehr unter www.bmlfuw.gv.at/land/
lebensmittel/kostbare_lebensmittel.html
TAFELN UND SOZIALMÄRKTE
In Summe werden in Österreich von den Sozialmärkten,
anderen sozialen, gemeinnützigen Einrichtungen
und dem Team Österreich Tafel rund 11.000 Tonnen
Lebensmittel übernommen, verteilt und/oder verkauft.
Mehr als die Hälfte kommt vom Lebensmittelhandel,
den Rest der Spenden beziehen die Einrichtungen von
Bäckereien, Großhandel, Lebensmittelproduzenten,
landwirtschaftlichen Betrieben, Märkten und fallweise
von Privathaushalten. Es gibt eine Vielzahl von Tafelprojekten
in ganz Österreich, die über den Verband
Österreichischer Tafeln organisiert sind (dietafeln.at).
Mehr Infos unter oe3.orf.at/teamoesterreich
ZERO WASTE AUSTRIA
Zero Waste Austria ist eine Initiative um Zero Waste in
Österreich bekannter zu machen und Zero Waste Unternehmenskonzepte
zu stärken. Dies passiert in Form von
Informationsveranstaltungen, Workshops und durch die
Onlinepräsenz. Zero Waste’s Mantra ist Reduce, Reuse,
Recycle (reduzieren, wiederverwenden, wiederverwerten).
Indem wir schonend mit Ressourcen umgehen, sie
wiederverwenden oder als Rohstoff für etwas anderes
zur Verfügung stellen, kann jeder von uns einen Beitrag
zu einer Gesellschaft ohne Müll beitragen.
Mehr Infos unter www.zerowasteaustria.at

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